Kategorie-Archiv: Gesundheit und Gesundheitsförderung

Bundesgerichtshof entscheidet über Haftung wegen Lebenserhaltung durch künstliche Ernährung

“ Das menschliche Leben ist ein höchstrangiges Rechtsgut und absolut erhaltungswürdig. Das Urteil über seinen Wert steht keinem Dritten zu. Deshalb verbietet es sich, das Leben – auch ein leidensbehaftetes Weiterleben – als Schaden anzusehen (Art. 1 Abs. 1, Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG). Auch wenn ein Patient selbst sein Leben als lebensunwert erachten mag mit der Folge, dass eine lebenserhaltende Maßnahme gegen seinen Willen zu unterbleiben hat, verbietet die Verfassungsordnung aller staatlichen Gewalt einschließlich der Rechtsprechung ein solches Urteil über das Leben des betroffenen Patienten mit der Schlussfolgerung, dieses Leben sei ein Schaden.“ (s. BGH)

Willkommen in der schönen neuen Welt der Spitzenmedizin. Es könnte sein, dass der BGH mit dieser Entscheidung Kliniken eine große Tür für lebenserhaltende Maßnahmen geöffnet hat, die die Bilanz der Kliniken schön machen, aber das „Leben“ der Betroffenen nur sehr bedingt.

Hoffentlich gerät die deutsche Nationalelf nie in diese ärztlichen Hände

Dr. Joachim Latsch, Oberarzt für präventive und rehabilitative Sport- und Leistungsmedizin an der Deutschen Sporthochschule in Köln meint:

weiter lesen: http://www.gmx.net/themen/wm-2014/rund-um-die-wm/06bbij2-wm-2014-bier-chips-schokolade-wirbt-dfb-snacks#.A1000146

„Für Leistungssportler sei es nicht problematisch, auch gelegentlich etwas fett- und zuckerreicher zu essen, da sie einen hohen Energieverbrauch haben und das mit mehr Kalorien decken müssen. Je nach Sportart könne dieser bis zu zehn Mal so hoch sein wie bei normalen Menschen, schätzt Latsch.“

Kurzzeitig ist sicher ein mehrfaches des Energiebedarfs nötig, aber selbst kicken braucht, wenns schnell ist – geschätzt – 1100kcal/Stunde. Und nach 90 Minuten sind die eh platt.

Durchschnittlich kommt der „normale Mensch“ so mit rd. 2.400kcal pro Tag durchs Leben. Die Sportart würde ich gern kennenlernen, bei der man 24.000kcal benötigt. Das mit dem Schätzen war schon immer problematisch.

 

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Eine Ärzte Charta könnte den Focus auf die wesentlichen Dinge richten

In der aktuellen Diskussion, wieviel Ärzte denn genug sind, kann ein Blick auf die Patienten hilfreich sein. So wie er z.B. in der Physicians Charta der European Federation of Internal Medicine formuliert ist. Die drei fundamentalen Prinzipien:

Das Primat des Wohlergehens der Patienten
Die Interessen des Patienten stehen immer im Vordergrund, nicht die der Marktkräfte oder Verwaltungsanforderungen.

Das Prinzip der Patientenautonomie
Patienten muss es ermöglicht werden, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen.

Das Prinzip der sozialen Gerechtigkeit
Gesundheitsressourcen müssen fair und nicht nach Geldbeutel verteilt werden.

In unserem Gesundheitssystem stecken eine Menge Ressourcen, die derzeit verbraucht werden für die Partikularinteressen der Ärzte und ihrer Interessenvertretungen, der Krankenkassen und ihrer Verteilungskämpfe, der Gesundheitsindustrie im breitesten Sinne und ihrer Lobbyisten, der Politiker mit ihrer Weihnachtsmannmentalität und der Krankenhäuser mit ihrem systemimmanenten Chaos.

Ein paar einfache Fragen:
„Warum wurde (wird) diese Leistung abgefordert, was waren (sind) die Entscheidungsgründe, was wurde (wird) erwartet?“ (Lohfert 2013) Und: Ist diese Leistung für den Patienten wesentlich zielführend und mit möglichst geringen/keinen unerwünschten Nebeneffekten verbunden?

Verbunden mit einem durchdachten Public Health Ansatz, der Verhaltens- UND Verhältnisänderungen im Blick behält, das würde die Diskussion um die Zahl der Ärzte doch um einen wesentlichen Aspekt bereichern: die Patienten, ihre Bedürfnisse und ihre Lebensumstände.

Was sollten Entwicklungsschäden durch giftige Chemikalien und der „Edathy-Skandal“ gemeinsam haben?

Die politische Strategie, sofort ganz scharfe neue Gesetze zu erlassen.

Im Lancet wird eine neue Untersuchung veröffentlicht, die auf enge Zusammenhänge zwischen Entwicklungsschäden bei Kindern (von Autismus über ADHS bis Dyslexie) durch chemische Toxine hinweist. Diese Substanzen finden sich in privaten Haushalten (bei der Mottenbekämpfung und in chemisch gereinigter Kleidung), in landwirtschaftlichen Produkten, in Autos. Dass diese Substanzen krank machen ist nicht neu. Ein bisschen begrenzt man es ja auch, so mit Obergrenzen und so. Aber verbieten? Wo wäre dann das Wachstum?

Ich wünsch mir manchmal, dass man nicht nur auf ungefährlichen Feldern (da wo sowieso alle zustimmen) nach rigorosen Regeln für den Kinderschutz schreit.

Oder noch besser, eine Diskussion führt über Moral, Verantwortung, Vorbild und das, was man auch in einer fluiden Gesellschaft nicht darf.

Ich bin

was ich mess (quantified self)

was ich ess (metabolic balance)

was ich denk (mental training)

was ich tu (Reinhold Messner)

schubidubidu (Frank Sinatra)