Theorie und Praxis des Integrationsgeschwafels

Gesucht habe ich Inspirationen zu „gemeinsam arbeiten“. Gefunden habe ich eine etwas ältere Beschreibung eines internationalen Sommercamps und Projektes im ehemaligen Konzentrationslager Sachsenhausen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Beschimpfungen wie „dreckiges Pack“ von Integrationswilligen nach einem Deutschkurs sehr gut verstanden werden und auch die damit verbundene Botschaft: egal, welche Sprache ihr sprecht, hier seid ihr nicht erwünscht.

Man muss aber gar nicht nach Brandenburg fahren, um solche Szenen zu erleben. Es geht auch viel subtiler im Alltag: Die Bewerbung, die aufgrund des komischen Namens zurückkommt, die Personaler, die keine freien Stellen haben und den kurz darauf – mit deutsch klingendem Namen – Anrufenden zu einem Gespräch einladen.

Das Fremde wird meist konstruiert, um das Eigene schärfer konturieren zu können. Mehr über „Die Herausforderung durch das Fremde“ hat die berlin-brandenburgische  Akademie der Wissenschaften schon in den 90ern in einem Forschungsprojekt dargestellt.

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